senioren

Betreubares Wohnen oder Betreutes Wohnen?

Das „Betreubare Wohnen“

ist eine Option, um Gemeindebürgern den Verbleib im gewohnten Umfeld so lange und die Aufnahme in ein Wohn- und Pflegeheim so spät wie möglich zu ermöglichen.
Die Selbständigkeit wird gefördert und die eigene Wertschätzung der Bewohner gesteigert.
Das Gebäude sowie sämtliche Räumlichkeiten sind barrierefrei.
Eine dauerhafte Betreuung vor Ort ist grundsätzlich nicht vorgesehen, kann bei Bedarf jedoch organisiert werden.

Das „Betreute Wohnen“

ist eine Alternative zu einem dauerstationären Heimaufenthalt.
Es umfasst alle Annehmlichkeiten des „Betreubaren Wohnens“ zuzüglich einem bestimmten Grundmaß an Hilfe, Unterstützung und Betreuung sowie je nach individuellem Bedarf auch darüberhinausgehende organisierbare Pflegeleistungen.
In Einrichtungen des Betreuten Wohnens soll eine eigens dafür eingesetzte und ausreichend qualifizierte Person zur Erhaltung der Selbständigkeit und zur Aktivierung von hilfs-, betreuungs- und pflegebedürftigen Personen unterstützend eingesetzt werden.

In einem Gemeinderatsbeschluss 2021 haben sich sämtliche Gemeinderäte für die Errichtung eines Gebäudes für betreubares oder betreutes Wohnen ausgesprochen.

Die Gemeinderäte der Gemeindeliste mit Alt-Bürgermeister Kirchmair wollten ein Projekt betreutes Wohnen am ehemaligen Feuerwehrareal umsetzen. Dies ist aus Sicht sämtlicher anderer Gemeinderäte und auch unserer Liste „Gemeinsam für Ampass“ aus folgenden Hauptgründen ein völlig ungeeignetes Grundstück und dort nicht umsetzbar:

  1. Das Grundstück ist für ein derartiges Bauprojekt viel zu klein. Aus diesem Grund wurde hier ein Gebäude geplant, welche die ortsübliche Baumasse um fast das Dreifache ! überschreitet. Dies ist an diesem gut sichtbaren Standort für das Ortsbild eine Katastrophe.
    Der Gestaltungsbeirat des Landes Tirol hat in einer Stellungnahme auch darauf hingewiesen, dass hier eine zu dichte Verbauung und Übernutzung vorliegt. In den folgenden Bauplänen hat Kirchmair diese Baudichte jedoch noch einmal erhöht.

  2. Das Gebäude wird direkt an den angrenzenden Bach und direkt an die Straße gebaut. Grünzonen, Terrassen-Balkone oder Gärten sind kaum vorhanden.

  3. Es gibt massive Einsprüche der angrenzenden Grundstücksnachbarn und es sind hier bereits Rechtsanwälte mit der Sache beschäftigt, weil laut den Nachbarn über diese „drübergefahren“ wird, ohne deren wohl berechtigten Einsprüchen und Argumenten Gehör zu schenken. Die letzte anwaltliche Einwendung an die Gemeinde stammt vom 25.1.2022

  4. Da mit dem Gebäude das Bachbett am nördlichen Ufer völlig verbaut wird, hat die Wildbach- und Lawinenverbauung mitgeteilt, dass ein Zufahrts- und Retentionsbereich im Süden des Baches sichergestellt sein muss, damit bei dort vorkommenden Überschwemmungen der Bach übergehen und anschließend geräumt werden kann. Dies ist nicht vorhanden. Laut Mitteilung des damaligen Bürgermeisters in einer der letzten Gemeinderatssitzungen hat die Wildbach- und Lawinenverbauung darauf verzichtet, was jedoch laut Grundstückseigentümer falsch ist. Das Bestätigungsschreiben des Landes, dass diese Forderung nach wie vor aufrecht ist, liegt vor. Darüber hinaus existieren noch etliche weitere nachbarliche Einwendungen, welche eine Umsetzung dieses Projektes entweder unmöglich macht, oder zumindest über Jahre verzögert.

  5. Auch aus wirtschaftlicher Sicht wird das Projekt nicht umsetzbar sein. Ein Gebäude für Betreutes Wohnen wird mit Landesfördermittel finanziert. Wenn die Förderfähigkeit vorliegt, wird darüber hinaus vom Land ein Annuitätenzuschuss (dieser senkt die Mieten) gewährt.
    Die vom Alt-Bürgermeister genannten Baukosten überschreiten gemäß unseren Vorberechnungen die sogenannten „angemessenen Wohnbaukosten“ maßgeblich. Auf Rückfrage bei Kirchmair hat dieser angegeben, dass dies noch gar nicht überprüft wurde und dass er ohnehin „lieber ohne Fördermittel bauen“ will.
    Dies würde die Wohnungen für unsere Ampasser Senior(inn)en massiv verteuern, wenn nicht gar unfinanzierbar machen.
    Siehe dazu unter anderem die Niederschrift zur Gemeinderatsitzung vom Donnerstag, den 16. Dezember 2021.

Für uns war es nicht nachvollziehbar, warum der Alt-Bürgermeister diesen ungeeigneten Standort samt allen negativen Konsequenzen unbedingt "durchpeitschen" wollte.

Die Gemeinde Ampass hat bereits ein bestens geeignetes Grundstück im Ortszentrum im Eigentum und wird in Kürze über ein weiteres passendes Grundstück verfügen.

Unser Gemeinderat Ing. Alexander Zlotek als Prokurist und technischer Leiter eines gemeinnützigen Tiroler Bauträgers hat schon mehrere derartige Projekte baulich umgesetzt.

Unser Gemeindevorstand Mag. Alexander Dornauer ist mit seiner Steuerberatungskanzlei ebenfalls in der Beratung derartiger Projekte für Gemeinden tätig (so zum Beispiel das betreute Wohnen in der Gemeinde Mils) und hat er als Immobilientreuhänder bereits selbst 4 Projekte im Bereich geförderte Mietwohnungen alleinverantwortlich umgesetzt.

Wir sind überzeugt, dass wir an einem geeigneteren Standort und mit dem Wissen und der Erfahrung, auf welche wir zurückgreifen können, ein Projekt betreubares oder betreutes Wohnen wesentlicher rascher, attraktiver und günstiger für die Bewohner umsetzen können, ohne dass derart massive Beeinträchtigungen der Nachbarn und für das Ortsbild vorliegen.

Für weitere detaillierte Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung.

GFA - Gemeinsam für Ampass

 

zurück

 © 2022 Gemeinsam für Ampass - GFA, Markus Peer

fb

 qyoutube